Henning von Tresckow

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalmajor (30. 1. 44) und Widerstandskämpfer

    geboren: 10. Januar 1901 Magdeburg gestorben: 21. Juli 1944 bei Bialystok (Weißrussland)


    deutscher Generalmajor (30. 1. 44) und Widerstandskämpfer; im Ersten Weltkrieg Offizier, danach Banklehre, 1924 zur Reichswehr. Tresckow begrüßte zunächst die nationalsozialistische Machtübernahme, distanzierte sich aber schon nach der Röhm-Affäre (30. 6. 34) und vollends nach dem Pogrom der Kristallnacht vom 9./10. 11. 38. Schon damals sann er auf vorerst politische Beseitigung Hitlers, was sich im Kriegsverlauf zur Überzeugung verdichtete, nur die Tötung des Tyrannen könne den Untergang Deutschlands moralisch wie militärisch abwenden. Tresckow war bei Kriegsbeginn Generalstabsoffizier und organisierte am 13. 3. 43 mit Hilfe Schlabrendorffs ein Attentat auf Hitlers Flugzeug. Der Zeitzünder versagte jedoch. Nachdem weitere Anschläge misslungen waren, verschrieb sich Tresckow, der am 20. 11. 43 Chef des Stabs der 2. Armee geworden war, dem Staatsstreich-Konzept Stauffenbergs. Als dieses am 20. 7. 44 ebenfalls fehlschlug und die Aussichten auf eine Befreiung vom Nationalsozialismus aus eigener Kraft endgültig dahin waren, wählte Tresckow den Freitod.