Herbert Backe

    Aus Lexikon Drittes Reich

    nationalsozialistischer Politiker und SS-Obergruppenführer

    geboren: 1. Mai 1896 Batum (Kaukasus) gestorben: 7. April 1947 Nürnberg


    Schulzeit in Tiflis, im Ersten Weltkrieg in russischer Internierung. Übersiedlung nach Deutschland, Studium der Landwirtschaft in Göttingen, Arbeit als Gutsverwalter. Schon seit 1922 in der SA (1923 NSDAP), trat Backe erstmals 1929 politisch auf als NSDAP-Redner gegen den Youngplan. 1933 berief ihn Darré zunächst als Reichskommissar, seit Oktober als Staatssekretär ins Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Backe erhielt 1936 die Leitung der Geschäftsgruppe Ernährung im Rahmen des Vierjahresplans. Als fähiger Organisator, dem Effizienz vor Ideologie ging, und Vertreter einer straffen staatlichen Wirtschaftslenkung verdrängte Backe im Krieg den versponnenen Bauerntümler Darré. Mai 42 Übernahme von dessen Funktionen als Minister und Reichsbauernführer, 1. 4. 44 Erhebung in den Ministerrang, den er auch in der Regierung Dönitz behielt. Backe nahm sich in alliierter Haft das Leben.