Hermann Burte

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 15. Februar 1879 Maulburg (Baden) gestorben: 22. März 1960 Lörrach


    (eigentlich Hermann Strübe), nach lyrischen Anfängen ("Patricia", 1910) gelang Burte mit seinem Weltanschauungsroman "Wiltfeber, der ewige Deutsche" (1912) der Durchbruch. Die darin vertretenen völkisch-rassistischen Gedanken und die Lehre vom "Reinen Krist", einer antisemitischen Germanisierung des Christentums, empfahlen ihn den Nationalsozialisten, die ihn mehrfach auszeichneten (1935 Hebel-Preis, 1938 Goethe-Medaille u. a.). Burtes Drama "Katte" (1914), über den Tod des Freundes Friedrichs des Großen, bescheinigte die Kritik "tiefe Wirkungen" bei der "nationalsozialistischen Erhebung". Nach dem Krieg kaum Wandlung: u. a. "Psalter um Krist" (Gedichte 1953).