Hermann Claudius

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 19. Oktober 1878 in Langenfelde bei Hamburg gestorben: 8. September 1980 in Hamburg


    Urenkel des "Wandsbeker Boten" Matthias Claudius; Volksschullehrer bis 1934. Nach Anfängen als "Arbeiterdichter" fand Claudius zu volksliedhaftem Ton in den Gedichten (u. a. "Heimkehr", 1925) und schrieb heimatverbundene Erzählungen (u. a. "Stummel", 1925) und Romane. Gänzlich unpolitisch und von tiefer Frömmigkeit dankte er die nationalsozialistische Anerkennung für seine volkstümliche Dichtung mit einem naiven Gedicht über Hitler ("Herrgott steh dem Führer bei, dass sein Werk das deine sei ...", 1941), das ihm zu Unrecht den Ruf eines Nationalsozialisten einbrachte. Beliebt bis heute sind seine plattdeutschen Gedichte und Laienspiele.