Hermann Dietrich

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 14. Dezember 1879 Oberprechtal (Baden) gestorben: 6. März 1954 Stuttgart


    nach dem Jurastudium in der badischen Kommunal- und Landespolitik tätig, 1919 Mitglied der deutschen Nationalversammlung und Mitbegründer der DDP, die er bis 1933 im Reichstag vertrat. Höhepunkte seiner politischen Laufbahn waren die Berufung als Landwirtschafts- und Ernährungsminister ins Kabinett der Großen Koalition unter H. Müller 1928 und als Reichswirtschafts-(später Finanz-)Minister und Vizekanzler der Regierung Brüning 1930. Mit dessen Sturz am 30. 5. 32 endete auch Dietrichs Ministertätigkeit. Dietrich hatte maßgeblich Anteil an Brünings Deflationspolitik. 1933 mit politischem Betätigungsverbot belegt, nahm er wieder seinen Anwaltsberuf auf. 1945 gehörte er zu den Gründern der FDP.