Hermann Ehrhardt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Freikorpsführer

    geboren: 29. November 1881 in Diersburg gestorben: 27. September 1971 in Brunn


    gründete 1919 das Freikorps "Brigade Ehrhardt", das gegen kommunistische Aufstände eingesetzt wurde und unter der Losung "Schwarz-Rot-Gold unglaublich" am Kapp-Putsch teilnahm. Nach Verhaftung und Flucht schuf Ehrhardt den rechtsradikalen Geheimbund Organisation Consul, aus dem die Mörder von Erzberger und Rathenau hervorgingen, und konspirierte vorwiegend im süddeutschen Raum mit anderen republikfeindlichen Gruppen, so auch der NSDAP. Hitler hielt er allerdings für einen Phantasten und sprach über ihn im Kasinoton zunächst nur als "dem Idioten". Nach erneuter Verhaftung und Flucht 1923 hielt er sich politisch zurück, seine Brigade wurde 1933 von der SS übernommen. Nach der Röhm-Affäre ging er ins Ausland. Ab 1936 lebte er als Landwirt in Österreich.