Hermann Josef Abs

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Bankier

    geboren: 15. Oktober 1901 in Bonn gestorben: 5. Februar 1994 in Bad Soden


    Der Jurist Abs wurde 1935 Teilhaber des Bankhauses Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, 1938 Vorstandsmitglied der Deutschen Bank; er sammelte förmlich Aufsichtsratsposten (1942 bereits 40 Mandate). Sein großer wirtschaftlicher Einfluss in der NS-Zeit auch bei Firmen, die im Krieg in von Deutschen besetzten Gebieten arbeiteten, brachte ihm nach 1945 manche Anfeindung ein und in Jugoslawien in Abwesenheit sogar eine Verurteilung als Kriegsverbrecher. Abs wurde Finanzberater Adenauers, war Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz 1951-53 und übernahm 1957 die Führung der Deutschen Bank. Abs hat sich auch als Kunstmäzen einen Namen gemacht.