Hermann Kaiser

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 31. Mai 1885 Remscheid gestorben: 23. Januar 1945 Berlin-Plötzensee (hingerichtet)


    Lehrer; Reserveoffizier. Kaiser verurteilte von Anfang an die Brutalisierung des politischen Lebens durch den Nationalsozialismus und den Missbrauch soldatischer und preußischer Tugenden. Nach Kriegsausbruch 1939 als Hauptmann bei der Wehrmacht, geriet er mehrfach in Konflikt wegen Verweigerung des deutschen Grußes und Regimekritik. Auf Wunsch der Widerstandskämpfer um Beck und Goerdeler nahm er die Berufung zum Kriegstagebuchführer bei Generaloberst Fromm an, weil er dort effektiv an der Einsatzplanung für das Ersatzheer zum Sturz Hitlers arbeiten konnte. Als das Attentat vom 20. 7. 44 misslang, wurde Kaiser festgenommen und am 17. 1. 45 zum Tod verurteilt.