Hermann Matern

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 17. Juni 1893 in Burg bei Magdeburg gestorben: 24. Januar 1971 in Berlin


    1911 SPD-Beitritt, 1914 Bruch mit der Partei wegen der Bewilligung der Kriegskredite, 1914-18 Soldat, 1918 zur USPD, 1919 KPD-Mitglied. Matern, seit 1932 KPD-Abgeordneter des preußischen Landtags, wurde 1933 verhaftet, konnte aber fliehen und wurde 1936 Leiter der Roten Hilfe in Prag. Nach der Flucht in die Sowjetunion agitierte er in den Gefangenenlagern und war Mitbegründer des Nationalkomitees "Freies Deutschland". 1945 kehrte Matern nach Deutschland zurück, trat in die SED ein und war ab 1946 Mitglied ihres Zentralkomitees (später auch des Politbüros). Als Vorsitzender der Zentralen Parteikontrollkommission war er maßgeblich an der Entmachtung aller Gegner Ulbrichts beteiligt, dessen enger Vertrauter er war.