Hermann Röchling

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Industrieller

    geboren: 12. November 1872 Völklingen gestorben: 24. August 1955 Mannheim


    1898 Übernahme des väterlichen Hüttenwerks. Röchling konnte seine Firma als einzige große Produktionsstätte des Saargebiets nach 1918 von französischer Beteiligung freihalten, verlor aber seine Anteile an französischen Firmen. Er war in der Folge rastlos tätig für eine Rückgliederung des Saargebiets ins Deutsche Reich, suchte im April 33 Hitler auf und förderte auf dessen Wunsch die Bildung der Deutschen Front. Nach dem Saaranschluss (1. 3. 35) wurde Röchling zur führenden Figur der deutschen Kohle- und Stahlindustrie, erhielt im Krieg den Status eines Wehrwirtschaftsführers und wurde zum 70. Geburtstag von Hitler mit dem Adlerschild des Deutschen Reichs geehrt. 1947 verurteilte ihn ein französisches Gericht zu zehn Jahren Haft und Vermögenseinzug. Seine Freilassung am 18. 8. 51 kam auch auf Intervention seiner einstigen Mitarbeiter zustande, die Rückgabe seiner Betriebe im Zuge der erneuten Rückgliederung des Saarlands (1. 1. 57) erlebte er nicht mehr.