Heroischer Film

    Aus Lexikon Drittes Reich

    bevorzugtes Genre der nationalsozialistischen Filmkunst. Hitlers Forderung, dass die "wirklich bedeutsamen Männer" des deutschen Volks "in den Augen der Gegenwart als überragende Heroen" künstlerisch interpretiert werden sollten, kam der Heroische Film mit zahlreichen Geschichten über deutsche Dichter und Denker ("Friedrich Schiller", 1940; "Paracelsus", 1943), über charismatische Arbeiter- und Unternehmensführer ("Der Herrscher", 1937) sowie über politische Führer, v. a. Bismarck und Friedrich den Großen, nach ("Der Choral von Leuthen", 1933; "Der alte und der junge König", 1935; "Bismarck", 1940; "Der große König", 1942 u. a.). In den Protagonisten, die sich allein, aber erfolgreich "gegen die ganze Welt" durchsetzen, die das Führerprinzip, die Unterordnung unter die vom Schicksal ausgewählten Führer, legitimieren sollen, wird letztlich immer wieder auch die Führerfigur Hitlers stilisiert, wird dem Betrachter eine historische Identität zwischen Friedrich, Bismarck und Hitler suggeriert (Film).