Heroismus

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (Heldentum), in der nationalsozialistischen Weltanschauung "rassisch angeborene" kämpferische Haltung als "Grundtypus aller nordischen Völker" (Rosenberg). Als Heroismus galt besonders der "Einsatz aller Fähigkeiten und Kräfte" nicht eines Lohns, sondern der Idee der Pflicht wegen. Solch hingebungsvoller, sich unterordnender Heroismus wurde sowohl für den Aufbau der nationalsozialistischen Diktatur wie zur Durchführung der militärischen Expansionspolitik benötigt. In Kunst, Literatur, Film (Heroischer Film, Bildhauerkunst) wurden Heldengestalten aus der deutschen Geschichte idealisiert: "vom Schwertadel Siegfrieds ... zum Forscheradel Koppernings (nationalsozialistische Eindeutschung und Vereinnahmung von Kopernikus) ... zum Religionsadel Eckehards ... , zum politischen Adel Friedrichs und Bismarcks" (Rosenberg). Durch die Betonung des Außergewöhnlichen wurde jede Art von erwarteter Pflichterfüllung zu "stillem Heldentum des Alltags" überhöht.