Hersbruck

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Außenkommando des KZ Flossenbürg (Bayern); errichtet im Mai 44, Belegung zunächst 150 Häftlinge aus Flossenbürg. Mitte August betrug die Belegung 1 900, in den letzten Kriegsmonaten etwa 5 000-6 000 Angehörige verschiedener europäischer Nationalitäten. Die Häftlinge arbeiteten in unterirdischen Fertigungsräumen (Stollen) im Bergstock der Houburg an der Produktion von Jägermotoren für die Luftwaffe. Menschenunwürdige hygienische Verhältnisse, schlechte Verpflegung und Bekleidung forderten viele Opfer unter den kranken und erschöpften Häftlingen, hinzu kamen brutale Misshandlungen und Tötungen (Todesziffer von Juni 44 bis März 45 3 513 Häftlinge). Mitte April 45 wurden die Häftlinge in Fußmärschen in Richtung Dachau evakuiert, die Kranken wurden in offenen Güterwaggons der Reichsbahn abtransportiert.