Hilfswillige

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (Hiwis), Bezeichnung für "fremdvölkische" Helfer der Wehrmacht, Polizei oder SS während des Zweiten Weltkriegs. Als Hilfswillige wurden insbesondere (z. T. kriegsgefangene) Russen, Ukrainer, Polen, Letten u. a. gewonnen, die im Allgemeinen nicht bei der kämpfenden Truppe, sondern für zivile oder polizeiliche Aufgaben eingesetzt wurden. So waren Hilfswillige auch in KZ, bei Aktionen der Einsatzgruppen, "Umsiedlungs"-Maßnahmen u. a. im Einsatz. Vereinzelt kam es zur Bildung regelrechter Hilfswilligen-Einheiten, z. B. beim Tross oder im Nachschubdienst, im Stil der Freiwilligenverbände. Beim Rückzug der Wehrmacht im Osten schlossen sich die Hilfswilligen an, die bei Gefangennahme durch die Rote Armee mit sofortiger Liquidierung rechnen mussten.