Hinrich Lohse

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 2. September 1896 Mühlenbarbeck bei Itzehoe gestorben: 25. Februar 1964 ebd.


    1923 NSDAP-Beitritt, 1925 Gauleiter und 1933 Oberpräsident von Schleswig-Holstein, 1933 Mitglied des Reichstags, 1937 SA-Obergruppenführer, 1939 Reichsverteidigungskommissar. Lohse wurde im November 41 Reichskommissar Ostland, das v.a. die Baltischen Staaten umfasste. Trotz wirtschaftlicher Bedenken wehrte er sich nicht gegen das Ausrottungsprogramm der SS, sondern beteiligte sich durch die so genannten Ostland-Gesellschaften an der Ausbeutung der baltischen Gebiete. 1948 wurde er dafür zu 10 Jahren Haft verurteilt, im Februar 51 aber aus Gesundheitsgründen freigelassen. Das juristische Tauziehen um seine Pensionsberechtigung (Dezember 55 endgültig abgelehnt) führte zu heftigen öffentlichen Kontroversen.