Internationale Brigaden

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Freiwilligenverbände im Spanischen Bürgerkrieg, die auf Seiten der Republik in den Kampf gegen Franco eintraten; erfolgreich u. a. bei der Verteidigung von Madrid November 36 und in der Schlacht von Guadalajara März 37. Die Gesamtstärke der Internationalen Brigaden betrug ca. 40 000 Mann. Die Bewegung ging von französischen und belgischen Kommunisten aus, danach übernahm die Komintern den größten Teil der organisatorischen Arbeit. Ca. 3 000 Deutsche, von denen etwa die Hälfte im Kampf fiel, waren Mitglieder der Internationalen Brigaden, in der Mehrzahl ebenfalls Kommunisten und Emigranten. Im November 38 wurden die Internationalen Brigaden auf Beschluss der spanischen Regierung aufgelöst, um ein allgemeines Einmischungsverbot in den Bürgerkrieg zu erreichen. Bereits zuvor war ihr Zusammenhalt durch das Wirken stalinistischer Geheimpolizei (mit Verhaftungen und Exekutionen nach Muster der gleichzeitig in Moskau stattfindenden Schauprozesse) erschüttert worden. Teile der Internationalen Brigaden traten nach Frankreich über, wo sie in Lagern (u. a. Gurs) interniert wurden.