Ion Antonescu

    Aus Lexikon Drittes Reich

    rumänischer General und Politiker

    geboren: 2. Juni 1882 in Pitesti gestorben: 1. Juni 1946 bei Bukarest


    1933 Generalstabschef, 1937/38 Kriegsminister. Antonescu genoss als extremer Nationalist große Popularität, so dass ihn König Carol II. am 4. 9. 40 als Regierungschef akzeptieren musste. Schon zwei Tage später stürzte der neue Conducator (= Führer) den König und baute eine persönliche Diktatur faschistischen Zuschnitts auf. Einen Putschversuch der Eisernen Garde konnte er abwehren. Antonescu geriet zunehmend unter deutschen Einfluss, weil die Wehrmacht auf das rumänische Erdöl angewiesen war, musste dem Dreimächtepakt beitreten (23. 11. 40) und beteiligte sich im Juni 41 am Angriff auf die Sowjetunion. Als die Rote Armee 1944 nach Rumänien vordrang, wurde Antonescu gestürzt (23. 8. 44) und vor ein Volkstribunal gestellt, das ihn hinrichten ließ.