Jürgen Stroop

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Gruppenführer (1943)

    geboren: 26. September 1895 Detmold gestorben: 6. März 1952 Warschau


    Stroop war bei Kriegsbeginn SS-Oberführer und zeichnete sich in der "Bandenbekämpfung" aus, worunter sicherheitspolizeiliche Maßnahmen in den besetzten Gebieten, Partisanenabwehr sowie Umsiedlung oder Liquidierung von Juden zu verstehen war. Am 19. 4. 43 erhielt Stroop den Auftrag, den Warschauer Getto-Aufstand niederzuschlagen, was er mit beispielloser Brutalität bis zum 16. 5. durchführte. Er berichtete darüber minutiös in einem Tagebuch, dem so genannten Stroop-Bericht ("Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk in Warschau mehr", 1976 als Faksimile erschienen). Danach wurde er als Höherer SS- und Polizeiführer nach Griechenland versetzt. Am 21. 3. 47 verurteilte ihn ein amerikanisches Militärgericht wegen Erschießung gefangener alliierter Piloten zum Tod, lieferte ihn dann jedoch an Polen aus, wo er nach erneutem Todesurteil gehängt wurde.