Jacob Sporrenberg

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei (1941)

    geboren: 16. September 1902 Düsseldorf gestorben: 1950 Warschau


    Mechaniker, nach dem Ersten Weltkrieg beim Grenzschutz, von der Reichswehr übernommen, 1921 zur Reichspost. Als Mitglied des verbotenen "Schlageter-Gedächtnisbunds" wurde er von den französischen Besatzungsbehörden am 14. 5. 24 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch vorzeitig entlassen. Nach Abzug der Franzosen im August 25 baute er die NSDAP in Düsseldorf mit auf. Am 1. 10. 30 übernahm ihn die SS als Sturmführer, bei der er in rascher Folge befördert wurde. Nach 1933 wurde Sporrenberg Führer des SS-Abschnitts XX (Schleswig-Holstein). Über u. a. das SD-Hauptamt in Berlin kam er Anfang 37 als Chef des SD nach Königsberg. Bei Kriegsbeginn wurde er zum Höheren SS- und Polizeiführer (HSSPF) im Wehrkreis II (Wiesbaden), im Juni 41 zum HSSPF im Wehrkreis I (Königsberg) ernannt. Von August 41 bis etwa August 43 war Sporrenberg mit kurzen Unterbrechungen im Partisanenkampf in der UdSSR eingesetzt. Es folgte seine Berufung zum SS- und Polizeiführer Lublin, wo er u. a. die Aktion "Erntefest" durchführte. Am 5. 11. 44 wurde er als SS- und Polizeiführer Südnorwegen nach Oslo kommandiert. Hier geriet er in Gefangenschaft. Die westlichen Alliierten lieferten ihn an Polen aus. 1950 wurde er in Warschau zum Tod verurteilt und hingerichtet.