James Ramsay MacDonald

    Aus Lexikon Drittes Reich

    britischer Politiker

    geboren: 12. Oktober 1866 in Lossiemouth gestorben: 9. November 1937


    1893 Mitbegründer der Labour Party und 1911-14 ihr Fraktionsvorsitzender im Unterhaus, wegen Kritik am Kriegskurs Bruch mit der Partei, 1918-22 ohne Mandat, Januar 24 Premier- und Außenminister des 1. Labour-Kabinetts. Wegen seiner versöhnlichen Haltung dem Deutschen Reich gegenüber, v. a. in der Frage der Reparationen, hatte MacDonald außenpolitische Probleme mit Paris; die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion brachte innenpolitische Schwierigkeiten und führte im Oktober 24 zu seinem Sturz. 1929 erneut Regierungschef, bildete er 1931 in der Weltwirtschaftskrise ein Koalitionskabinett mit den Konservativen und den Liberalen, was ihn den Rückhalt in der eigenen Partei kostete. MacDonald trat im Juni 35 zurück.