Jan Erik Hanussen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Hellseher

    geboren: 1889 Böhmen gestorben: 24. März 1933 bei Zossen


    (eigentlich Hermann Steinschneider), kriminelle Karriere als Taschendieb und Schwindler. Hanussen entdeckte Ende der 20er Jahre sein "hellseherisches" Talent, ging nach Berlin und gründete in der Lietzenburger Straße seinen "Palast des Okkultismus". Er machte in der Krisenzeit rasch Karriere als "Berater" reicher Leute. Trotz seiner jüdischen Herkunft versuchte er sich an die aufkommenden Nationalsozialisten anzuhängen, pries sich als "nordischer Seher" und befreundete sich mit SA-Gruppenführer Helldorf, dem er mehrmals mit Krediten aus der Patsche half. Als sich Hanussen dessen öffentlich rühmte, wurde er von einem SA-Rollkommando entführt und in einem Waldstück erschossen.