Johannes Blaskowitz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generaloberst (1. 10. 39)

    geboren: 10. Juli 1883 Peterswalde (Ostpreußen) gestorben: 5. Februar 1948 Nürnberg


    1901 Eintritt ins Heer, 1916 Generalstabsdienst, 1919 in die Reichswehr übernommen, 1932 Generalmajor, 1933 Generalleutnant und Inspekteur der Waffenschulen, 1936 General der Infanterie. Blaskowitz führte im Polenfeldzug die 8. Armee und wurde im Oktober 39 Oberbefehlshaber Ost. In dieser Eigenschaft verfasste er zwei Denkschriften über SS- und Partei-Gräuel in Polen, fiel in Ungnade und blieb trotz Wiederverwendung (Oktober 40-Mai 44: 1. Armee in Frankreich) unbefördert. Mehrfach Oberbefehlshaber von Heeresgruppen, erhielt Blaskowitz am 7. 4. 45 den Oberbefehl in der "Festung Holland", wo er in Absprache mit den Alliierten die Versorgung der Zivilbevölkerung sicherte. Nach der Kapitulation in mehreren Lagern, dann Anklage wegen angeblicher Kriegsverbrechen. Dem Verfahren entzog sich Blaskowitz durch Selbstmord.