Josef Römer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 5. März 1892 Altenkirchen bei Freising gestorben: 25. September 1944 Brandenburg (hingerichtet)


    ("Beppo"), im Ersten Weltkrieg Offizier, danach im Freikorps "Oberland" beteiligt an der Niederschlagung der Münchener Räterepublik und an Kämpfen in Oberschlesien, Studium der Rechts- und Staatswissenschaften. Römer wandelte sich in den 20er Jahren vom Nationalisten zum Sozialisten und begann für die kommunistische Zeitschrift "Aufbruch" zu schreiben. 1932 trat er der KPD bei und übernahm die Leitung der Zeitschrift. Schon 1934 plante er ein Attentat auf Hitler, wurde aber verhaftet und bis 1939 im KZ Dachau eingesperrt. Danach nahm er gleich wieder Verbindung zum Arbeiterwiderstand auf, gründete 1940 einen monatlich verteilten "Informationsdienst", bereitete erneut ein Attentat vor und knüpfte ein Netz von oppositionellen Betriebszellen. Die Gestapo konnte jedoch Spitzel einschleusen und zerschlug die Organisation, Römer wurde im Frühjahr 42 festgenommen und nach zweijähriger Haft am 19. 6. 44 zum Tod verurteilt.