Josef Terboven

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker und SA-Obergruppenführer (1936)

    geboren: 23. Mai 1898 Essen gestorben: 11. Mai 1945 Oslo


    bei Ende des Ersten Weltkriegs Leutnant, (abgebrochenes) Studium der Volkswirtschaft, Bankkaufmann. Terboven geriet in München in NSDAP-Kreise, nahm am Hitlerputsch teil, baute die SA in Essen auf und wurde dort 1928 Gauleiter und 1930 MdR. Auf Terbovens Hochzeit, an der Hitler als Zeichen persönlicher Wertschätzung teilnahm, fiel am 29. 6. 34 die letzte Entscheidung zur Mordaktion der Röhm-Affäre. Am 5. 2. 35 wurde Terboven Oberpräsident der Rheinprovinz und am 24. 4. 40 Reichskommissar in Norwegen. Er stellte die norwegische Wirtschaft ganz in die Dienste des deutschen Vierjahresplans, förderte die Kollaborateure um Quisling und unterdrückte mit Hilfe der SS jede Widerstandsregung mit überharten Maßnahmen, gegen die der Dichter Hamsun vergeblich bei Hitler intervenierte. Terboven nahm sich bei Kriegsende das Leben.