Josef Weinheber

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Schriftsteller

    geboren: 9. September 1892 Wien gestorben: 8. April 1945 Kirchstetten


    Der Postbedienstete Weinheber hatte erste literarische Erfolge mit autobiographischer Prosa ("Das Waisenhaus", 1924); begab sich dann "Auf den harten Weg dessen, der dem Wesen seines Volkes mit dem Geist der Sprache dienen" wollte (Lennartz), schuf zahlreiche Elegien und Hymnen ("Den Gefallenen", "Dem kommenden Menschen"; 1936), für die er mehrere nationalsozialistische Literaturpreise erhielt. Für den Rundfunk schrieb er u. a. ein Weihespiel um die Reichsinsignien ("Die hohen Zeichen", 1939). Weinheber, ab 1943 vom Nationalsozialismus distanziert, beging beim Anrücken der Roten Armee Selbstmord.