Josias Erbprinz zu Waldeck-Pyrmont

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Obergruppenführer (1936)

    geboren: 13. Mai 1896 Arolsen gestorben: 30. November 1967 Arolsen


    Landwirtschaftsstudium, 1. 11. 29 NSDAP- und 2. 3. 30 SS-Beitritt, Adjutant von J. Dietrich, 1933 MdR. Waldeck-Pyrmont wurde 1939 Höherer SS- und Polizeiführer im Wehrkreis IX (Weimar), in dem das KZ Buchenwald lag. Selbst kaum weniger skrupellos, wandte sich Waldeck-Pyrmont gegen die Methoden privater Bereicherung durch den Buchenwald-Kommandanten Karl Koch und seine Ehefrau Ilse Koch, erreichte ihre Strafversetzung nach Maidanek und schließlich ihre Aburteilung durch ein SS-Gericht. Auch gegen die brutalen Methoden der Rekrutenwerbung durch die Waffen-SS kämpfte er und zog sich damit den Zorn Bergers zu. Sein eigenes Schuldkonto war dabei so hoch, dass er am 14. 8. 47 von einem amerikanischen Gericht in Dachau zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, die allerdings schon im September 50 mit der Freilassung aus Gesundheitsgründen endete.