Julius Curtius

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 7. Februar 1877 in Duisburg gestorben: 10. November 1948 in Heidelberg


    1920-32 MdR der DVP. Als Reichswirtschaftsminister (1926-29) und Außenminister (1929-3. 10. 31) setzte sich Curtius für Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung ein und kämpfte für die Annahme des Young-Plans zur Erleichterung der Reparationsprobleme. Er verstand sich als "Testamentsvollstrecker" Stresemanns im Bemühen um Aussöhnung mit den Westmächten und um wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Er zog sich damit den Hass der Rechten zu, insbesondere der Nationalsozialisten, und musste nach Scheitern seines Plans einer deutsch-österreichischen Zollunion aufgeben.