Julius Heinrich Dorpmüller

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Verkehrspolitiker

    geboren: 24. Juli 1869 Elberfeld (heute Wuppertal-Eberfeld) gestorben: 5. Juli 1945 Malente


    1893-1908 im preußischen, bis 1917 dann im chinesischen Eisenbahndienst. Dorpmüller konnte sich durch abenteuerliche Flucht nach Chinas Kriegseintritt gegen Deutschland über Russland in die Heimat absetzen, wurde 1922 Präsident der Reichsbahndirektion Oppeln und leitete als Generaldirektor die Reichsbahn 1926-37. Danach diente Dorpmüller in Hitlers Regierung als Verkehrsminister bis zum Kriegsende, wofür ihn auch seine schon 1933 aufgenommene Tätigkeit als Leiter des Unternehmens Reichsautobahnen (Autobahn) empfahl. Gleich nach Kriegsende trugen die Westalliierten Dorpmüller die Leitung des Eisenbahn-Wiederaufbaus an, was durch dessen Tod verhindert wurde. Heute gilt es als sicher, dass Dorpmüller über die Verwendung der Eisenbahn-Transportkapazitäten Bescheid gewusst haben muss, die das RSHA im Rahmen der Endlösung laufend vom Reichsverkehrsministerium angefordert hatte.