Käthe Kollwitz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Grafikerin, Malerin und Bildhauerin

    geboren: 8. Juli 1867 in Königsberg gestorben: 22. April 1945 in Moritzburg


    (geborene Schmidt), Arbeiterelend und das Leid des Kriegs prägten Kollwitz' Werk. In Graphiken zum "Weberaufstand", über den "Krieg", mit "hungernden Kindern" zeichnete sie eindrucksvoll menschliche Not. Als eine der wichtigsten deutschen Graphikerinnen des Expressionismus war Kollwitz von 1918-33 Professorin in Berlin und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Von nationalsozialistischen Kritikern wurde Kollwitz zwar als "ausdrucksstarke" Schilderin "des Großstadtelends" gewürdigt, gleichzeitig kritisierte man ihr künstlerisches Engagement für nationale und internationale humanitäre Organisationen als "kommunistische Propagandaarbeit". Nach der Machtübernahme schied Kollwitz unter Protest aus der Akademie aus, konnte aber zunächst weiterarbeiten, bis 1937 alle ihre Werke aus öffentlichen Sammlungen als "entartete Kunst" ausgesondert wurden.