Karl Adam

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher katholischer Theologe

    geboren: 22. Oktober 1876 Pursruck (Oberpfalz) gestorben: 1. April 1966 Tübingen


    1900 Priesterweihe, 1919 Professor für Katholische Dogmatik in Tübingen, Hauptwerk: "Wesen des Katholizismus" (1924). Adam begrüßte 1933 geradezu hymnisch die Machtübernahme Hitlers und versuchte eine theologische Versöhnung von deutschem Volkstum und katholischem Christentum als "Natur und Übernatur". Trotz des "klaren, deutlichen Ja ... zu jenen sittlichen Kräften" des Nationalsozialismus als Ideologie "entschlossener Brüderlichkeit" sahen die Nationalsozialisten in Adams völkischer Theologie einen Versuch katholischer Umarmung und kritisierten seine Angriffe auf die Deutsche Glaubensbewegung und die Betonung der jüdischen Herkunft des Christentums. Adam lebte nach seiner Emeritierung 1948 zurückgezogen in Tübingen.