Karl Alexander von Müller

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Historiker

    geboren: 20. Dezember 1882 München gestorben: 13. Dezember 1964 Rottach-Egern


    1917 Syndikus der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1928 Professor für Landesgeschichte in München, 1935 Ehrenmitglied des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands, 1935-45 Nachfolger Meineckes als Herausgeber der "Historischen Zeitschrift", 1936-45 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Der renommierte Forscher und Lehrer Müller,ab 1933 NSDAP-Mitglied, ließ sich vom nationalsozialistischen Regime vereinnahmen und schrieb in einigen Schriften zum Zeitgeschehen: u. a. "Probleme des Zweiten Reichs im Lichte des Dritten" (1935), "Der zehnte April 1938 in der deutschen Geschichte" (1938 über den Anschluss). Nach dem Krieg wurde er daher zwangsemeritiert.