Karl Larenz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jurist

    geboren: 23. April 1903 Wesel gestorben: 24. Januar 1993 Olching


    1929 Privatdozent in Göttingen. 1933 wurde Larenz Professor in Kiel und erhielt nach politischer und rassischer "Säuberung" der juristischen Fakultät die Stelle des Philosophen Husserl. Larenz gehörte zur Gruppe der militanten Nationalsozialisten in der Rechtswissenschaft und zu den wichtigsten nationalsozialistischen Theoretikern im Zivilrecht und in der Rechtsphilosophie/-theorie. Als Angehöriger der im nationalsozialistischen Sinn besonders engagierten "Kieler Schule" hatte er u. a. erheblichen Einfluss auf die Juristenausbildung wie auf die Rechtsauslegung und dadurch mittelbar auf die Gerichte. Nach 1945 an der wiedereröffneten rechtswissenschaftlichen Fakultät in Kiel im Amt belassen, folgte Larenz 1960 einem Ruf an die Universität München für bürgerliches Recht, Zivilrecht und Rechtsphilosophie. Seine nach 1945 verfassten privatrechtlichen Schriften wurden wegen ihrer Verständlichkeit zu beliebten Hand- und Lehrbüchern.