Karl Lueger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Politiker

    geboren: 24. Oktober 1844 in Wien gestorben: 10. März 1910 in Wien


    1874 Rechtsanwalt, ab 1875 im Wiener Gemeinderat, 1885 Reichsratsabgeordneter. Zunächst stand Lueger dem Linzer Programm Schönerers nahe, wandte sich dann aber zur christlich-sozialen Bewegung, die er in den 80er Jahren zu einer Massenpartei formte. Ab 1888 ihr Vorsitzender, wurde Lueger 1895 zum Bürgermeister von Wien gewählt, erlangte aber erst 1897 die kaiserliche Anerkennung. Der junge Hitler sah in dem antisemitischen und antisozialistischen Demagogen ein Vorbild und bezeichnete Lueger, auch wegen der großen kommunalpolitischen Leistungen (Kommunalisierung der Energie- und Wasserversorgung, Verwaltungsreform u. a.), als "den gewaltigsten Bürgermeister aller Zeiten" ("Mein Kampf").