Karl Zinn

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 22. Juli 1906 Frankfurt am Main gestorben: 24. August 1943 Berlin


    Bankangestellter; Sozialdemokrat. Zinn sah nach Hitlers Machtergreifung erschreckt das Versagen der Linken, deren Führungen er für "vermorscht und unbrauchbar" hielt, und schloss sich im April 33 der Widerstandsorganisation "Roter Stoßtrupp" an, die Betriebszellen bildete, Verfolgte unterstützte und durch Flugblattaktionen u. a. für Nein-Stimmen bei der Volksabstimmung im November 33 warb. Es war Zinns letzter Einsatz: Gleich danach verhaftet, musste er eine 5-jährige Zuchthausstrafe verbüßen und stand danach unter Gestapo-Aufsicht. Er kam bei Räumungsarbeiten nach einem Bombenangriff ums Leben.