Koloniallüge

    Aus Lexikon Drittes Reich

    parallel zum Begriff Kriegsschuldlüge von national-konservativen Kreisen geprägtes Schlagwort für die Begründungen zur Wegnahme der deutschen Kolonien im Versailler Vertrag. Als Koloniallüge wurde insbesondere die Behauptung empfunden, das Deutsche Reich habe bei der Behandlung seiner Kolonien "eher die Ausrottung als die Entwicklung der Eingeborenen" im Sinn gehabt.