Konrad Gröber

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher katholischer Theologe

    geboren: 1. April 1872 Meßkirch gestorben: 14. Februar 1948 Freiburg im Breisgau


    1897 Priesterweihe, 1925 Domkapitular in Freiburg, 1931/32 Bischof von Meißen. Als Erzbischof von Freiburg (seit 1932) maßgeblich am Zustandekommen eines Konkordats für das Land Baden beteiligt, wurde Gröber 1933 zu einem wertvollen Mitstreiter der Kurie bei der Gewinnung des deutschen Episkopats für ein Konkordat mit dem Reich unter Opferung des politischen Katholizismus, was ihm den Spitznamen "brauner Konrad" eintrug. Gröbers Illusionen über den wahren Charakter des Nationalsozialismus verflogen aber schon 1934 nach der Ermordung von Klausener während der Röhm-Affäre. Dennoch verhielt er sich dem Staat gegenüber weiterhin loyal und würdigte noch 1937 Hitlers Kampf gegen den Bolschewismus, trat aber zugleich mutig Konkordatsverletzungen entgegen und protestierte scharf gegen das Mordprogramm der Euthanasie.