Kulturdünger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im 19. Jahrhundert geprägte Bezeichnung für die Befruchtung fremder Kulturen durch deutsche Auswanderer. Im nationalsozialistischen Sprachgebrauch wurde die Kulturdüngerfunktion der hochstehenden Völker als eine Gefahr für sie gesehen: Das deutsche Volk müsse davor bewahrt werden, so lange für andere als Kulturdünger zu dienen, "bis der letzte Rest arisch-nordischen Blutes in uns verdorben oder ausgelöscht sein würde" ("Mein Kampf").