Kunstpflege

    Aus Lexikon Drittes Reich

    allgemeine Bezeichnung für alle Maßnahmen, die der Förderung von Künstlern und Künsten, der Erhaltung und Pflege von Kunstwerken dienen, von den Nationalsozialisten vornehmlich nach ideologischen und propagandistischen Gesichtspunkten betrieben. Als beispielhafte Leistungen der öffentlichen Kunstpflege galten im Dritten Reich die Auftragserteilung an bildende Künstler zur Gestaltung von Denkmalen und öffentlichen Räumen, der "großzügige Ausbau von Berlin und München nach künstlerischen Gesichtspunkten", der organisatorische Zusammenschluss der deutschen Künstlerschaft in der Reichskulturkammer und die Einrichtung eines Künstlersozialwerks, des "Hilfswerks für deutsche bildende Kunst" in der NSV. Zur Kunstpflege im weiteren Sinne gehörten ferner die kunstpädagogische Arbeit, Vermittlung zeitgenössischer nationalsozialistischer Kunst in Zeitschriften ("Die Kunst im Dritten Reich"), Unterstützung von Kunstvereinen (1937 knapp 100), die Organisation von Ausstellungen in Betrieben durch die DAF, von Arbeitsgemeinschaften, Vorträgen und Museumsbesuchen innerhalb des Deutschen Volksbildungswerks.