Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generaloberst (1934)

    geboren: 26. September 1878 Hinrichshagen (Mecklenburg) gestorben: 25. April 1943 Berlin


    im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier, nach 1918 u. a. im Stab des Reichswehrministers Noske, Gegner des Kapp-Putsches (1920). 1930 wurde Hammerstein-Equord durch Fürsprache seines Freunds Schleicher zum Chef der Heeresleitung ernannt und hoffte wie dieser auf eine "Zähmung" der NSDAP durch deren Regierungsbeteiligung unter der "Kontrolle" einer parteipolitisch unabhängigen Reichswehr. 1933 trug Hammerstein-Equord Hindenburg die Bedenken der Heeresleitung gegen eine Ernennung Hitlers zum Reichskanzler vor, fand danach aber in der Truppe kaum noch Unterstützung, so dass er Ende Januar 34 resigniert zurücktrat. 1939 wurde Hammerstein-Equord von Hitler ins Heer zurückgerufen und kurzzeitig zum Oberbefehlshaber einer Armeegruppe an der Westfront ernannt. Seit längerem in Verbindung mit Vertretern des militärischen Widerstands, u. a. mit Halder und Beck, plante Hammerstein-Equord die Festnahme Hitlers bei einem Truppenbesuch. Bevor sich dazu eine Gelegenheit ergab, wurde Hammerstein-Equord endgültig entlassen und lebte danach in selbstgewählter Isolation in Berlin.