Kurt Freiherr von Schröder

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Bankier

    geboren: 24. November 1889 Hamburg gestorben: 4. November 1966 Hamburg


    unbeendetes Jurastudium in Bonn, im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier. Schröder stammte aus einer Bankiersfamilie und wurde 1921 Mitinhaber des Bankhauses J. H. Stein in Köln. Er übernahm mit der Zeit zahlreiche Aufsichtsratsposten und war einer der Initiatoren des Keppler-Kreises. Interessiert an einer industriefreundlichen Lösung der dauernden Regierungskrisen, setzte sich Schröder ab 1932 für eine Kanzlerschaft Hitlers ein und arrangierte am 4. 1. 33 das entscheidende Treffen zwischen Papen und Hitler in seinem Kölner Haus, bei dem die Marschroute zum Sturz Schleichers und zur Etablierung einer Regierung der "nationalen Erhebung" unter Führung Hitlers verabredet wurde. Nach der geglückten Machtergreifung trat Schröder am 1. 2. 33 der NSDAP bei und erhielt im Dritten Reich zahlreiche Ehrenposten. Am 13. 9. 36 wurde er SS-Mitglied, brachte es bis zum Brigadeführer und war Mitglied im Freundeskreis Himmler. Nach dem Krieg führte das zur Verurteilung in einem Spruchkammerverfahren. Schröder lebte in den letzten Jahren zurückgezogen bei Eckernförde.