Kurt Hubert Franz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Offizier

    geboren: 17. Januar 1904 Düsseldorf gestorben: 4. Juli 1998 Wuppertal


    gelernter Koch und Metzger, Oktober 37 zur 3. Totenkopfstandarte der SS (später "Thüringen"), zunächst Wachdienst im KZ Buchenwald, später dort Koch für die SS. Ende 39 wurde Franz als SS-Rottenführer zur "Gemeinnützigen Stiftung für Anstaltspflege" kommandiert, die im Rahmen des Euthanasie-Programms tätig war. In der Folgezeit war er in den "Tötungsanstalten" Grafeneck, Hartheim, Sonnenstein und bei der "Kanzlei des Führers" als Koch eingesetzt. Im Frühjahr 42 teilte man ihn der Dienststelle des SS- und Polizeiführers im Distrikt Lublin (Globocnik) zu und setzte ihn im Rahmen der Aktion Reinhard im Vernichtungslager Belzec, später in Treblinka ein. Im August 43 wurde er schließlich mit dem Dienstgrad eines SS-Untersturmführers Kommandant des Lagers. Im Spätherbst 43 wurde er nach Triest abkommandiert, wo er das Kriegsende erlebte. Am 3. 9. 65 wurde Franz vom Schwurgericht beim Landgericht Düsseldorf wegen gemeinschaftlichen Mords an mindestens 300 000 Menschen, wegen Mords in 35 Fällen an mindestens 139 Menschen und versuchten Mords zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.