Kurt Kluge

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller und Bildhauer

    geboren: 29. April 1886 Leipzig gestorben: 26. Juli 1940 Eben-Emael bei Lüttich


    Lehrerausbildung, Kunststudium. Kluge arbeitete zunächst als bildender Künstler und schuf u. a. Erzdenkmäler (Gefangenen-Gedächtnismal in Güstrow, 1932); ab 1921 war er Professor in Berlin. Um 1930 begann Kluge mit dem Schreiben; neben Handwerkergeschichten und nationalen Dramen ("Ewiges Volk", 1933) gelangen ihm einige der wichtigsten im Dritten Reich entstandenen Dichtungen, herausragend sein in der Tradition der romantischen Sonderlingsromane stehendes Hauptwerk "Der Herr Kortüm" (1938). Die eher unpolitischen Bücher Kluges (wie etwa "Die Zaubergeige", 1940) wurden von den Nationalsozialisten als "heiter-wehmütig", von "Humor durchglüht" (Lennartz) geschätzt, ihr Verfasser durch Literaturpreise ausgezeichnet. Kluge erlag auf einer "Frontfahrt deutscher Dichter" einem Herzschlag.