Kurt Schmitt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Wirtschaftspolitiker

    geboren: 7. Oktober 1886 Heidelberg gestorben: 22. November 1950 Heidelberg


    Rechtsanwalt, im Ersten Weltkrieg schwer verwundet, 1915 in die Berliner Direktion der Allianz-Versicherung berufen und 1921 ihr Generaldirektor. Hitler berief Schmitt am 29. 6. 33 zum Nachfolger Hugenbergs als Reichswirtschaftsminister, um ein deutliches privatwirtschaftliches Zeichen zu setzen und die Befürchtungen der Industrie angesichts sozialrevolutionärer Forderungen an der Basis der NSDAP zu zerstreuen. Als diese Ängste mit der Entmachtung der SA in der so genannten Röhm-Affäre (30. 6. 34) gegenstandslos geworden waren, ersetzte Hitler den wenig aktiven Schmitt am 30. 7. 34 kommissarisch (von 1. 1. 35 an endgültig) durch Schacht. Schmitt ging in die Wirtschaft zurück.