Kurt Zeitzler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generaloberst (30. 1. 44)

    geboren: 9. Juni 1895 Coßmar (Brandenburg) gestorben: 25. September 1963 Hohenaschau (Oberbayern)


    im Ersten Weltkrieg Offizier, Übernahme in die Reichswehr, eigentliche Karriere im Dritten Reich (1937 Oberstleutnant im OKH). Zeitzler hatte bedeutende Erfolge als Chef des Stabs des XXII. Armeekorps (Polenfeldzug September 39), der Panzergruppe Kleist (Frankreichfeldzug Mai/Juni 40) und der 1. Panzerarmee (ab Oktober 41 im Russlandfeldzug). Er wurde dann im besetzten Frankreich Generalstabschef der Heeresgruppe D (1. 4. 42) und am 24. 9. 42 als Nachfolger Halders zum Generalstabschef des Heers ernannt. Hitler erhoffte sich von dem energischen Zeitzler (Spitzname "Kugelblitz") mehr Zustimmung für seine riskante Kriegführung, geriet aber schon während der Stalingradkrise in schwere Konflikte mit ihm und gab ihm nach viermaliger Ablehnung entsprechender Gesuche schließlich am 10. 7. 44 den Abschied (endgültig am 31. 1. 45). Im Februar 47 wurde Zeitzler aus britischer Gefangenschaft entlassen.