Kurt Ziesel

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichisch-deutscher Schriftsteller

    geboren: 25. Februar 1911 Innsbruck


    Als Journalist schloss sich Ziesel früh den österreichischen Nationalsozialisten an, widmete sich als Romanautor ("Verwandlung der Herzen", 1938), Publizist und Herausgeber ("Krieg und Dichtung", 1940) besonders völkisch-nationalistischen Themen und gehörte ab 1941 einer Kriegsberichterstattereinheit der Wehrmacht an. Nach 1945 trat Ziesel mit zahlreichen antikommunistischen Veröffentlichungen hervor, hielt Kontakte zu rechtsradikalen und konservativen Kreisen, suchte u. a. durch sein Buch "Der rote Rufmord" (1962) zur Rehabilitierung des Vertriebenenministers Oberländer beizutragen und kämpfte als Geschäftsführer der "Deutschland-Stiftung e. V." und Herausgeber des "Deutschland-Magazins" besonders gegen die Anerkennung der DDR und der Oder-Neiße-Linie. Wegen seiner rechtsradikalen und antisemitischen Verbindungen führte die offizielle Teilnahme von Ziesel an der Israelreise Kanzler Kohls 1984 zu internationalen Protesten.