Léon Degrelle

    Aus Lexikon Drittes Reich

    belgischer Politiker und Offizier

    geboren: 15. Juni 1906 Bouillon (Provinz Luxemburg) gestorben: 31. März 1994 Malaga


    der gelernte Jurist rief 1930 die katholische "Rex-Bewegung" ("Christkönigsbewegung") ins Leben. Die Rexisten traten für einen autoritär-faschistischen Ständestaat auf der Grundlage "natürlicher Gemeinschaften" (Familie, Berufsstand, Volk) ein und waren auf dem Höhepunkt ihrer Popularität 1936 im belgischen Parlament mit 21 Mandaten vertreten. 1940 beim Einmarsch deutscher Truppen verhaftet und nach Frankreich transportiert, wurde Degrelle von den Deutschen befreit und ihr führender Kollaborateur in Belgien. Er gründete und befehligte im Rahmen der Waffen-SS die "Wallonische Legion" (SS-Divison blindée Wallonie) und kehrte als höchstdekorierter Ausländer der Wehrmacht (Eichenlaub zum Ritterkreuz) aus Russland zurück; bei Kriegsende entkam Degrelle nach Spanien. Am 14. 12. 45 von einem belgischen Kriegsgericht zum Tod verurteilt, lebte er mit kurzen Unterbrechungen im spanischen Exil und brachte es zum Chef einer Wäschereikette. Belgische Bemühungen um seine Auslieferung blieben erfolglos; 1964 beriet das Parlament die Verlängerung der Verjährungsfrist für Landesverrat, von der Presse "Lex Degrelle" getauft. Noch 1969 in seinen "Erinnerungen eines Faschisten" pries Degrelle Hitler als "das größte Genie aller Zeiten".