Lasar Moissejewitsch Kaganowitsch

    Aus Lexikon Drittes Reich

    sowjetischer Politiker

    geboren: 22. November 1893 in Kabany gestorben: 15. Juli 1991 in Moskau


    1911 Eintritt in die bolschewistische Partei, Vertrauter Stalins, 1924-57 Mitglied des Zentralkomitees, 1930-57 des Politbüros der KPdSU, mehrfach Minister. Kaganowitsch war maßgeblich beteiligt am Ausbau der persönlichen Diktatur Stalins durch die blutigen "Säuberungen". Den Nationalsozialisten galt seine Herkunft zum Beweis der These, dass der Bolschewismus nur Handlanger des Weltjudentums sei (Schrift von R. Kommoß: "Juden hinter Stalin", 1938). Kaganowitsch unterlag im Machtkampf nach Stalins Tod, wurde am 19. 6. 57 aller Ämter enthoben und 1961 aus der Partei ausgeschlossen.