Leistungskampf der deutschen Betriebe

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ab 1936 jährlich veranstalteter Wettbewerb der DAF um die "Bestgestaltung" der Arbeitsplätze und -bedingungen. Der Leistungskampf der deutschen Betriebe sollte die sozialen Bemühungen (Aus- und Fortbildung, Arbeitsschutz, Verpflegung, Personalwohnungen, Sportstätten u. a.) fördern. Die beteiligten Betriebe (1938 rund 84 000) wurden von DAF-Funktionären und Treuhändern der Arbeit überprüft, die regional Besten erhielten ein Gaudiplom und nahmen auf Reichsebene an der weiteren Auslese teil. Die nach den DAF-Richtlinien Erfolgreichsten erhielten jeweils am 1. Mai von Hitler für ein Jahr die Auszeichnung als "Nationalsozialistischer Musterbetrieb" (1938: 103) und durften die Goldene Fahne der DAF führen. Betriebe, die in einzelnen Bereichen vorbildlich waren, erhielten "Leistungsabzeichen" (1938: 266). Der Leistungskampf war eine erfolgreiche Propagandaaktion der nationalsozialistischen Sozialpolitik, verlor aber mit wachsender Kriegsdauer immer mehr an Bedeutung.