Leopold III. (Belgien)

    Aus Lexikon Drittes Reich

    belgischer König

    geboren: 3. November 1901 in Brüssel gestorben: 25. September 1983 in Brüssel


    Angesichts der Volkstumsprobleme zwischen Wallonen und Flamen sowie großer wirtschaftlicher und politischer Instabilität gewann das Königtum unter Leopold III. in den 30er Jahren an Einfluss. Leopold III. löste am 14. 10. 36 mit der Rückkehr zur traditionellen belgischen Neutralität die Bande zu Frankreich als Signal des Friedenswillens gegenüber Hitler. Das ersparte seinem Land aber nicht die deutsche Besetzung im Rahmen des Frankreichfeldzugs. Leopold III. schloss sich nicht der Exilregierung an, sondern ließ sich in Schloss Laeken internieren. Durch einen Besuch bei Hitler in Berchtesgaden versuchte er am 19. 11. 40 vergeblich, die Freilassung der belgischen Kriegsgefangenen zu erreichen. Am 7. 6. 44 wurde er nach Deutschland gebracht und erst am 8. 5. 45 befreit. Die Rückkehr auf den Thron erwies sich als nicht durchsetzbar; Leopold III. übergab am 11. 8. 50 seinem Sohn Baudouin die Krone und dankte am 11. 7. 51 ab.