Londoner Konferenzen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Serie von Gesprächsrunden 1921-24 in London v. a. zur Regelung der deutschen Reparationen. Die 1. Londoner Konferenz vom 1.-7. 3. 21 scheiterte an einem in den Augen der Siegermächte unzureichenden deutschen Angebot von 50 Milliarden Goldmark und führte zur Besetzung von Duisburg, Ruhrort und Düsseldorf. Eine 2. Londoner Konferenz vom 30. 4.-5. 5. 21 schloss mit dem Londoner Ultimatum, das innerhalb von sechs Tagen anzunehmen war: Zahlung von 132 Milliarden Goldmark in Raten von zwei Milliarden und Belastungen für den deutschen Export. Das führte zum Rücktritt des Kabinetts Fehrenbach und zum Beginn der Erfüllungspolitik durch Reichskanzler Wirth. Eine weitere Konferenz vom 7.-14. 8. 22 brachte keine Fortschritte. Erst auf der 4. Londoner Konferenz vom 5.-16. 8. 24 wurde mit der Annahme des Dawesplans eine dauerhafte Lösung gefunden und zugleich die Beendigung des Ruhrkampfs erreicht.